Aus (fast) allem kann noch etwas gemacht werden, bevor es zum Recyclinghof geht. Sogar aus unserer alten Tanne, die im Frühjahr durch einen schweren Sturm entwurzelt wurde. Die Äste eignen sich hervorragend, um den bestehenden Igelquartieren (Stroh- & Laubhaufen etc.) eine stabile Außenhülle zu geben, die vor Windböen ebenso schützt wie vor allzu neugierigen Katzen und Hunden. Hier finden unsere stacheligen Freunde diverse Übernachtungsmöglichkeiten. Auch zum Überwintern werden diese Höhlen regelmäßig genutzt.

Den Stamm der umgestürzten Tanne haben wir auf 1,20 Meter gekürzt und wieder aufgerichtet. Auch der Rest wurde wiederverwendet – in 80 cm lange Stücke zersägt bilden sie jetzt die erste Schicht unseres Insektenhotels, welches im unteren Bereich ein aus altem Möbelholz gefertigtes Igelhäuschen beinhaltet. 

Der Eingang mit den Maßen 10 cm x 10 cm besitzt eine kurze Zwischenwand und ist daher vor Katzen geschützt. Um dieses im Frühjahr bequem reinigen zu können, ist die Vorderfront mit Stockschrauben und Muttern befestigt. Sie kann daher jederzeit vorsichtig abgezogen werden, ohne das Häuschen zu bewegen oder den Igel zu stören – falls er gerade in dem Häuschen schläft.

Im Herbst wird der Eingang noch mit Zweigen und Laub getarnt.

Das hier abgebildete Igel-Insektenhaus ist noch in der Bauphase. Es folgen noch weitere Schichten aus Ästen bis zur endgültigen Höhe von 1,20 Meter.

Zwischen die Schichten kommt jeweils eine Lage Stroh und in die Hohlräume alles, was für Insekten beliebt und nützlich ist: Angebohrtes Hartholz, unbehandelte Holzwolle, röhrenartige Materialien wie beispielsweise Bambus, Schilf, leere Schneckenhäuser, Tannenzapfen, Tonziegel, markhaltige Pflanzenstängel etc.